Sonntag, 14. Januar 2018

Heute vor 58 Jahren wurde ich getauft!

In der Pfarrkirche St. Marien Oldenburg
wurde ich getauft und erhielt die Sakramente
Erstkommunion und Firmung
Papst Franziskus hat uns immer wieder ermutigt, unseren Tauftag zu feiern. Er fragte im Angelus-Gebet auf dem Petersplatz in Rom immer wieder die Gläubigen: "Kennt ihr das Datum eures Tauftages?" Der Tag der Taufe ist der besondere Tag im Leben eines Christen! Der Papst ermahnte alle Gläubigen, diesen Tag besonders zu feiern.

Der Tauftag sollte neben den Namenstag und dem Geburtstag einen sehr würdigen Platz im Glaubensleben eines jedes Christen haben. Schließlich wurden wir an unserem Tauftag zum neuen Leben in dem dreifältigen Gott, dem Vater, dem Sohn und dem hl. Geist, erweckt.

Gott hat uns durch die Taufe von unserer Erbsünde reingewaschen und damit den Weg zum ewigen Leben eröffnet.  Er hat uns die Gmade Gottes geschenkt, in der Liebe Gottes zu leben.

Während ich den Gebutstag im Kreis von Freunden feiere, feiere ich den Tag meiner Taufe gerne im Gebet. Auch wenn mein Tauftag nicht wie heute an einem Sonntag ist, gehört dazu auch die Feier der hl. Messe. Heute habe ich auf Twitter ein Morgengebet gestaltet.


Das Taufbecken in der Oldenburger
St. Marien-Kirche  im Jahr 2009.
Es war sicher nicht das Taufbecken,
 in dem ich die Taufe erhielt
Ich füge die Tweets dieser Morgenandacht zum Taufgedächtnis hier an:

Herzlich Willkommen zur #twaudes mit @georgsglauben. Heute, am 14. Januar, feiere ich meinen Tauftag. Kann man einen solchen Tag schöner beginnen als mit einem gemeinsamen Morgenlob?

Die Taufe ist zugleich der Morgen im Glaubensleben eines jeden Christen. Durch die Taufe wurden wir hineingenommen in die Liebe Gottes, des Vaters, des Sohnes und hl. Geistes. #twaudes
Als Christen sind wir durch die Taufe gemeinsam im Glauben an den dreifaltigen Gott miteinander verbunden, ganz unabhängig von unserer Konfession. #twaudes
Wir sind alle berufen, uns unserer Taufe immer wieder zu erinnern. Jeden Morgen tun wir dies durch unser Gebet. Ich lade euch heute zu einem kurzen Gebetsimpuls zum Gedächtnis der Taufe ein. #twaudes
Beginnen wir im Namen des Vaters + und des Sohnes + und des hl. Geistes. Amen. #twaudes
Nehmen wir in der Stille dieses Morgens kurz Gottes Gegenwart wahr: Gott umschließt mich, durchdringt mich in meiner Tiefe, meine Sinne, meine Gedanken. Gott schenkt mir Leben. #twaudes
Gott hat mich geliebt, schon bevor ich auf dieser Welt war. Er hat mich durch die Taufe zu neuem Leben berufen. Dafür danke ich ihm. #twaudes
An jedem Sonntag feiern wir das Gedächtnis der Auferstehung Christi, ein kleines Osterfest. Mit Ostern ist eng verbunden das Gedächtnis an unsere Taufe #twaudes
Himmlischer Vater, in der Taufe hast du mir dein Ja-Wort zugesprochen – Gotteskind durch deinen Sohn Jesus Christus. #twaudes
Oft habe ich deinem Zuspruch wenig Glauben geschenkt, dich nicht einmal in meinem Leben vermisst. #twaudes
Herr, schau mich an. du kennst meine Schwächen und Sorgen, meine Fehler, aber du kennst auch meinen Glauben. #twaudes
Deine Liebe in Jesus Christus ist stärker als mein Versagen. Deine Treue endet nicht in meiner Sünde. So danke ich dir, dass du mich trotz allem annimmst. #twaudes
Sende Deinen Geist in mein Leben, erneuere mich an Leib und Seele. Öffne deine Arme für mich. Durch Jesus Christus. Amen. #twaudes
Doch mit unserer Berufung zum Glauben durch die Taufe ist es nicht immer so einfach. Wir wollen Jesus folgen, aber wir wissen nicht, wo er zu finden ist. Betrachten wir kurz das heutige Wort Gottes: #twaudes
Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du?" (Joh 1, 37ff) #twaudes Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. #twaudes

Die Suche nach der “Wohnung des Herrn” gehört das ganze Leben lang zu unserer Aufgabe und wir verlieren Ihn schnell aus den Augen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Er uns immer wieder neu dabei hilft, ihn zu finden. #twaudes
Wir wollen Fürbitte halten: Für alle, die sich auf die Taufe vorbereiten. Als Erwachsene, die sich taufen lassen wollen und als Eltern und Paten, die sich auf die Taufe eines kleinen Kindes freuen. #twaudes
R: Herr, erfülle sie mit deinen Geist #twaudes
Für alle, die zu unseren Kirche gehören, aber ihren Glauben und Vertrauen an Gott und an die Kirche verloren haben. #twaudes
Für uns alle, die wir immer wieder unter unseren Zweifeln und Glaubenshindernissen leiden. Das wir die Hoffnung nie verlieren. #twaudes
Für alle, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, die unter schweren Krankheiten leiden, die große Sorgen haben. #twaudes
Für alle Eltern, KatechetInnen, SeelsorgerInnen und Priestern in unseren Kirchen. Dass sie den Mut nicht verlieren, die Frohe Botschaft immer wieder neu zu verkündigen. #twaudes
Für alle Verstorbenen, die im Glauben festgehalten haben. Das ihr Glaube, ihre Hoffnung und Liebe mit dem ewigen Leben belohnt wird. #twaudes
Bitten wir den Herrn: Herr, schaue auf mich wie auf die beiden Jünger im heutigen Schriftwort. Lade mich ein, zu entdecken, wo du zu finden bist, und bei dir zu bleiben. #twaudes
Zum Abschluss erbitten wir den Segen Gottes: Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben. Amen! #twaudes
Wir beenden unsere #twaudes im Namen des Vaters + und des Sohnes + und des hl. Geistes. Amen. #twaudes
Vielen Dank für euer Gebet und einen schönen Sonntag! Euer @georgsglauben #twaudes

Dienstag, 19. Dezember 2017

Kolumne: Pastoralplan für eine missionarische Kirche in Bakum

Wie sieht die Zukunft von Glauben und Kirche in unserem Dorf, in unserer Region Südoldenburg aus? Überall werden derzeit in katholischen Pfarrgemeinden Pastoralpläne erstellt, die zu diesem Thema Stellung nehmen. Zum Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent wurde in Bakum kürzlich der lokale Pastoralplan bekannt gegeben.

Dass Kirche sich auch im Oldenburger Münsterland im Umbruch befindet, ist ohne Zweifel. Als ich vor 30 Jahren nach Bakum zog, war dort die Pfarrkirche zum Sonntagshochamt noch bis zum letzten Platz besetzt. Heute ist die Kirche sonntags höchstens halbvoll, selbst an hohen Feiertagen gibt es leere Plätze in den Kirchenbänken. Die Werktagsmessen werden in der Regel nur von wenigen, meistens älteren Gläubigen besucht.

Wenn es so ist, dass die Feier der Eucharistie Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens ist, wie es in der Dogmatischen Konstitution des 2. Vatikanischen Konzils “Lumen Gentium” heißt, müsste man sich große Sorgen um die Zukunft der Kirche vor Ort machen. Auch hier in Südoldenburg darf man angesichts der Entwicklung in anderen Bistümern, in denen bereits ungenutzte Kirchen profanisiert und geschlossen werden müssen, nicht die Augen verschließen. Sollten die bislang noch reichlich fließenden Einnahmen aus der Kirchensteuer versiegen, wird dieses Thema auch in Bakum deutlich vernehmbar auf die Tagesordnung kommen.

In der kleinen politischen Gemeinde Bakum mit knapp 5.000 Katholiken gibt es vier katholische Kirchen. Die Gläubigen, die noch zur Messe kommen, hätten ohne Probleme in der Pfarrkirche im Zentralort Bakum reichlich Platz, wenn dort am Samstag die Vorabendmesse und am Sonntag zwei Messen gefeiert würden. In anderen Pfarrgemeinden im Landkreis Vechta sieht dies meiner Erfahrung nach ähnlich aus.

 Andererseits spielt Kirche in unserer Region immer noch eine sehr große Rolle. Wichtige Institutionen wie Schulen, Kindergärten, Altenpflege und Caritas befinden sich in ihrer Trägerschaft. Ein großer Anteil der Vereine und Gemeinschaften sind in den örtlichen Pfarrgemeinden verwurzelt und tragen zum kulturellen Leben in unserem Landkreis bei. Allein in Bakum gibt es vier Chöre, drei Musikvereine, mehrere Frauengemeinschaften, Senioren- und Landjugendgruppen sowie die Kolpingfamilie. Wenngleich viele Menschen katholische Glaubensgrundsätze wie den Zölibat, das Sonntagsgebot und die Sexualmoral der Kirche für nicht mehr zeitgemäß halten, so fühlen sie sich dennoch als Katholiken mit der Kirche verbunden.

Ein Bekannter mir, dem dies genau so geht, brachte es kürzlich auf den Punkt: “Es wäre traurig, wenn es keine Kirche mehr im Dorf geben würde.” Für die Pfarrgemeinde im Dorf wird es zur großen Herausforderung, diesen Menschen katholische Glaubensüberzeugungen wieder näher zu bringen. Die Kirche der Zukunft muss missionarisch werden.

Diese Kolumne von mir wurde in der >Oldenburgischen Volkszeitung abgedruckt.

Sonntag, 26. November 2017

Christkönigsfest. Punkt!

Das Kirchenjahr geht zu Ende. Zeit, auch über das zeitliche Ende nachzudenken. Mich hat es in den vergangenen Wochen intensiv beschäftigt. Eine liebe Angehörige ist verstorben. Wenn ich ihr Bild betrachte, ist sie mir noch sehr gegenwärtig. Als Christ bin ich gewiss, dass sie nach Ende ihres irdischen Daseins nicht tot ist. Der Tod ist nicht das Ende, sondern Übergang zum ewigen Leben.

Das heutige >Evangelium (Matthäus 25, 31-46) kündigt aber das Weltgericht an. das jedem von uns trifft, wenn wir an der Schwelle vom Tod zum ewigen Lebens stehen. Der Herr wird die "Schafe" von den "Böcken" scheiden. Letzteren droht die Verdamnnis, ersteren winkt das (Himmel)-Reich, das für sie bestimmt ist.

Wozu gehöre ich, zu den "Schafen" oder den "Böcken"? Habe ich auf den Herrn "gehört", war ich gehorsam? War der Herr Jesus Christ unser König? Oder habe ich mich über seinen Willen hinweg gesetzt, sein Angesicht nicht im Nächsten entdeckt? Die Gewissensprüfung am Ende des Kirchenjahres lädt uns ein, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen und uns im Advent reinen Herzens auf die Ankunft und Wiederkunft des Herrn vorzubereiten.


Montag, 30. Oktober 2017

Beten für eine liebe Angehörige

Heute wurde mir mitgeteilt, dass eine mir sehr wichtige Angehörige im Sterbeprozess ist. Das bedeutet Innehalten und beten. Als Christen glauben wir, dass der Tod nicht das Ende ist. Natürlich werde ich nicht das erste Mal mit diesem Thema konfrontiert. Dennoch ist es schon ein Unterschied, ob jemand stirbt, der aus der weiteren Bekannschaft ist, oder ein sehr naher Angehöriger.

Dies bedeutet einen Bruch. Es deutet auf eine Veränderung des eigenen Lebens hin. Eine neue Phase beginnt, das verlangt Neuorientierung. Nicht nur im alltäglichen Leben, in dem sich einiges ändern wird, sondern auch im Glaubensleben. Dies werde ich mit viel Gebet, Hören auf Gott, und empfindsamer Achtsamkeit angehen. In Zeiten großen Umbruchs habe ich mich vor den Tabernakel gesetzt und gebetet, mich anschauen lassen von dem göttlichen Herrn, der uns unendlich liebt.

Herr Jesus Christus, du kennst mich und du liebst mich. Du wirst mich begleiten. Du wirst meine liebe Angehörige begleiten. Auf dich vertraue ich. Heilige Gottesmutter, bitte für uns! Amen.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Jetzt staubt's! AfD'ler will in den Pfarreirat.

Banner zu den Pfarreiratswahlen
An der Propsteikirche St. Georg in Vechta hängt ein Banner, unübersehbar direkt am Haupteingang . "Jetzt staubt's! Kirche vor Ort ist im Umbruch," steht auf der Werbung für die Pfarreiratswahl, die im November im ganzen Bistum Münster stattfindet. Außerdem ist eine dunkle Bohrmaschine darauf abgebildet. Desweiteren steht die Definition einer Bohrmaschine anbei: "Bohr|Ma|schine; die; elektrisches Gerät zum Herstellen von Löchern.; besonders geeignet zum Bohren dicker Bretter.

Propsteikirche St. Georg Vechta
Was das mit dem "Bohren dicker Bretter" nun mit dem Leben einer katholischen Pfarrgemeinde zu tun haben soll, bleibt dem glaubenstreuen Katholiken verborgen. Es impliziert, dass man gegen jemand opponieren müsse,  eine Organisation gewaltsam verändern müsse. Sind wir als Christen nicht zum Gegenteil berufen? Zur Einheit in Christus, unserem Herrn?

"1 Ich, der Gefangene im Herrn, ermahne euch, ein Leben zu führen,  das des Rufes würdig ist, der an euch erging. 2 Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe 3 und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch das Band des Friedens! 4 Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung: 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 6 ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist." (Epheser 4,1ff)

Pikanterweise las ich vor einigen Tage in der hiesigen Zeitung, dass ausgerechnet  ein stadtbekanntes Mitglied der AfD-Stadtratsfraktion die Einladung zum "Bohren dicker Bretter" in der Vechtaer Kirchengemeinde ernst genommen hat und in die Kandidatenliste eintragen ließ. Schon allein diese Nachricht wirbelte in der Tat allerhand Staub auf.

Die AfD ist im Vechtaer Stadtrat mit nur zwei Abgeordneten vertreten und hat kaum Einfluss. Was sucht der AfD-Mann nun im Pfarreirat? Was will er dort bewirken? Umgekehrt entsteht für die übrigen Pfarreiratsmitglieder das Problem, wie man mit einem Mitglied einer Partei umgeht, der die Kirche in vielen Punkten sehr kritisch gegenüber steht. Bischöfe und Laien haben immer wieder Position gegen Ausgrenzung von Menschen wegen ihrer Religion, Herkunft und Rasse bezogen. Den derzeitigen Kolleginnen und Kollegen im Vechtaer Kirchengremium ist der AfD'ler persönlich nicht näher bekannt, sie kennen ihn nur als regelmäßigen Messbesucher, las ich in der Presse.

Eigentlich stehe ich dem Gremienkatholizismus eher distanziert gegenüber. Die derzeit sehr penetrante Werbung zur Pfarreiratswahl zur Zeit stört mich. Sind Wahlen zum Pfarreiwahlen etwa  wichtiger als der regelmäßige sonntägliche Besuch der heiligen Messe? Für letzteres macht heute niemand mehr Werbung. Im Gegenteil: Pfarrer, die gezielt Gläubige zur regelmäßigen Teilnahme an der heiligen Messe ermahnen, laufen Gefahr, disziplinarisch belangt zu werden. Dabei wäre dies doch so wichtig für die Einheit unserer Kirche. Beim zweiten Durchlesen meines Artikels muss ich zugeben, dass dies ein schwaches Argument ist. Ein Pfarrer, der Gemeindemitglieder zur Pfarreiratswahl nötigen würde, würde wohl auch belangt werden. Zu Recht! Dennoch: Gremien sind Organe des Dienstes, im Zentrum unserer Kirche steht die Einheit im Glauben an den Herrn.

Der Wirbel um eine Kandidatur eines AfD-Kandidaten führt den Gremien- und Verbandskatholizismus genauso ad absurdum wie der Wunsch des Vorsitzenden des "Zentralkomitees der katholischen Kirche (ZdK)", das "Forum deutscher Katholiken" möge gleicherweise wie "Wir sind Kirche" mit dem ZdK zusammenarbeiten, vielleicht sogar Mitglied werden. Da geht es um Macht, um Politik, nicht in erster Linie der dienenden Nachfolge und Verherrlichung Jesu Christi, auf dessen Namen wir getauft und der einen, heiligen, apostolischen und rönisch-katholischen Kirche eingegliedert sind.

Wir brauden dringend viel weniger Gremienarbeit zur Verwaltung leerer Kirchen als das Gebet und Wirken praktizierender Katholiken in Kirche und Gesellschaft. Christen, die die regelmäßige Teilnahme an der heiligen Messe und die Anbetung des Herrn als ihre zentrale Aufgabe und Mitte unserer Kirche neu entdecken. Und die aus der Feier der Sakramente empfangenen göttlichen Gnade des heiligen Geistes in caritativer Liebe dem Nächsten zuwenden, ob fremd oder verwandt, gläubig oder ungläubig. Die das Licht des Evangeliums in die Welt tragen.

Natürlich hat auch ein Pfarreirat eine gewisse Aufgabe in unserer Kirche, ganz will ich es nicht abstreiten. Er soll einen Pastoralplan entwickeln, Entscheidungen über die Verwaltung von Gebäuden und Kirchen mitgestalten. Hierfür werden aktive Gemeindemitglieder benötigt. Auch dies ist ein wichtiger Dienst, aber sicher nicht die Hauptsache unserer Mission als Glied der katholischen Kirche.

Samstag, 21. Oktober 2017

"Die Messe brauche ich nicht!"

Heute hatte ich ein zufälliges Gespräch mit einer Mitarbeiterin in einer Einrichtung kirchlicher Trägerschaft. In der Kapelle sollte gerade die Vorabendmesse beginnen.

Sie flachste mit mir, ich solle in die Messe gehen. Dabei kamen wir darüber ins Gespräch. Ich erklärte ihr, dass ich regelmäßig zur hl. Messe gehe und am morgigen Sonntag zur Kirche gehen werde.
Ich antwortete: "Der Messbesuch ist ein fester Bestandteil meines Sonntags."
Sie sagte mir: "Dazu bin ich zu faul. Das mache ich am Küchentisch ab."
Mir blieb nur noch zu sagen: "OK."

Worte helfen da nicht, nur ein Zeugnis. Letztendlich hat jeder die freie Wahl, sich für oder gegen Sakramente zu entscheiden. Dennoch fiel mir der Artikel auf katholisch.de ">Von der Orgel in den Gerichtssaal" ein, den ich gestern gelesen habe. In ihm wird über einen Organisten, der seit mehr als 20 Jahren gegen die Katholische Kirche prozessiert, weil ihm gekündigt worden war, nachdem er eine neue Partnerschaft eingegangen war. Begründet wurde dies, weil nach alter Ordnung von Mitarbeitern erwartet wurde, die Grundsätze der katholischen Glaubenlehre zu berücksichtigen.

Dazu gehört eigentlich auch der regelmäßige Besuch der Sonntagsmesse. Doch die "alte Ordnung", die sowieso nur in bestimmten Fällen durchgriff, gibt es nicht mehr. Sie wurde in der Praxis auch nie in voller Härte durchgeführt. Denn niemand kontrolliert, ob ein Mitarbeiter noch den Glauben praktiziert. Einerseits ist dies gut so, werden die meisten sagen. Andererseits sieht man die Verdunstung des Glaubens inmitten kirchlicher Einrichtungen deutlich.

Mittwoch, 20. September 2017

Auch in Korea gibt es Katholiken

Derzeit ist das geteilte asiatische Land im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Während Südkorea uns mit Smartphones, Flachbildfernsehern und Autos beglückt, bedroht Nordkorea die Welt mit einem Atomkrieg und schießt dazu testweise Raketen durch die Gegend. Die Weltgemeinschaft steht dem ratlos gegenüber und der amerikanische Präsident droht seinerseits Nordkorea mit "vollständiger Vernichtung".

Da gerät ein wenig in den Hintergrund, dass auch in Korea Christen leben. Heute gedenkt die Kirche koreanischen Märtyrern, dem hl. Andreas Kim Taegon und dem hl. Paulus Chong Hasan und Gefährten. Der hl. Andreas Kim wurde als erster Koreaner zum Priester geweiht und wurde gefangen genommen, gefoltert und enthauptet, weil er versucht hatte, Missionare ins Land zu bringen. Der hl. Paul Chong war Laienprediger und Katechet. Er wurde ebenso wie 103 weitere Märtyrer verfolgt und am Ende gehängt.

Möge ihr Märtyrerblut und ihre Fürsprache erwirken, dass der Koreakonflikt friedlich beendet wird und die Einheit des Landes wieder hergestellt wird. Vereinen wir uns mit unseren koreanischen Schwestern und Brüdern im Glauben im Gebet um Frieden.

Mehr zu den koreanischen Heiligen in >Ökumenisches Heiligenlexikon ...