Sonntag, 22. Oktober 2017

Jetzt staubt's! AfD'ler will in den Pfarreirat.

Banner zu den Pfarreiratswahlen
An der Propsteikirche St. Georg in Vechta hängt ein Banner, unübersehbar direkt am Haupteingang . "Jetzt staubt's! Kirche vor Ort ist im Umbruch," steht auf der Werbung für die Pfarreiratswahl, die im November im ganzen Bistum Münster stattfindet. Außerdem ist eine dunkle Bohrmaschine darauf abgebildet. Desweiteren steht die Definition einer Bohrmaschine anbei: "Bohr|Ma|schine; die; elektrisches Gerät zum Herstellen von Löchern.; besonders geeignet zum Bohren dicker Bretter.

Propsteikirche St. Georg Vechta
Was das mit dem "Bohren dicker Bretter" nun mit dem Leben einer katholischen Pfarrgemeinde zu tun haben soll, bleibt dem glaubenstreuen Katholiken verborgen. Es impliziert, dass man gegen jemand opponieren müsse,  eine Organisation gewaltsam verändern müsse. Sind wir als Christen nicht zum Gegenteil berufen? Zur Einheit in Christus, unserem Herrn?

"1 Ich, der Gefangene im Herrn, ermahne euch, ein Leben zu führen,  das des Rufes würdig ist, der an euch erging. 2 Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe 3 und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch das Band des Friedens! 4 Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung: 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 6 ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist." (Epheser 4,1ff)

Pikanterweise las ich vor einigen Tage in der hiesigen Zeitung, dass ausgerechnet  ein stadtbekanntes Mitglied der AfD-Stadtratsfraktion die Einladung zum "Bohren dicker Bretter" in der Vechtaer Kirchengemeinde ernst genommen hat und in die Kandidatenliste eintragen ließ. Schon allein diese Nachricht wirbelte in der Tat allerhand Staub auf.

Die AfD ist im Vechtaer Stadtrat mit nur zwei Abgeordneten vertreten und hat kaum Einfluss. Was sucht der AfD-Mann nun im Pfarreirat? Was will er dort bewirken? Umgekehrt entsteht für die übrigen Pfarreiratsmitglieder das Problem, wie man mit einem Mitglied einer Partei umgeht, der die Kirche in vielen Punkten sehr kritisch gegenüber steht. Bischöfe und Laien haben immer wieder Position gegen Ausgrenzung von Menschen wegen ihrer Religion, Herkunft und Rasse bezogen. Den derzeitigen Kolleginnen und Kollegen im Vechtaer Kirchengremium ist der AfD'ler persönlich nicht näher bekannt, sie kennen ihn nur als regelmäßigen Messbesucher, las ich in der Presse.

Eigentlich stehe ich dem Gremienkatholizismus eher distanziert gegenüber. Die derzeit sehr penetrante Werbung zur Pfarreiratswahl zur Zeit stört mich. Sind Wahlen zum Pfarreiwahlen etwa  wichtiger als der regelmäßige sonntägliche Besuch der heiligen Messe? Für letzteres macht heute niemand mehr Werbung. Im Gegenteil: Pfarrer, die gezielt Gläubige zur regelmäßigen Teilnahme an der heiligen Messe ermahnen, laufen Gefahr, disziplinarisch belangt zu werden. Dabei wäre dies doch so wichtig für die Einheit unserer Kirche. Beim zweiten Durchlesen meines Artikels muss ich zugeben, dass dies ein schwaches Argument ist. Ein Pfarrer, der Gemeindemitglieder zur Pfarreiratswahl nötigen würde, würde wohl auch belangt werden. Zu Recht! Dennoch: Gremien sind Organe des Dienstes, im Zentrum unserer Kirche steht die Einheit im Glauben an den Herrn.

Der Wirbel um eine Kandidatur eines AfD-Kandidaten führt den Gremien- und Verbandskatholizismus genauso ad absurdum wie der Wunsch des Vorsitzenden des "Zentralkomitees der katholischen Kirche (ZdK)", das "Forum deutscher Katholiken" möge gleicherweise wie "Wir sind Kirche" mit dem ZdK zusammenarbeiten, vielleicht sogar Mitglied werden. Da geht es um Macht, um Politik, nicht in erster Linie der dienenden Nachfolge und Verherrlichung Jesu Christi, auf dessen Namen wir getauft und der einen, heiligen, apostolischen und rönisch-katholischen Kirche eingegliedert sind.

Wir brauden dringend viel weniger Gremienarbeit zur Verwaltung leerer Kirchen als das Gebet und Wirken praktizierender Katholiken in Kirche und Gesellschaft. Christen, die die regelmäßige Teilnahme an der heiligen Messe und die Anbetung des Herrn als ihre zentrale Aufgabe und Mitte unserer Kirche neu entdecken. Und die aus der Feier der Sakramente empfangenen göttlichen Gnade des heiligen Geistes in caritativer Liebe dem Nächsten zuwenden, ob fremd oder verwandt, gläubig oder ungläubig. Die das Licht des Evangeliums in die Welt tragen.

Natürlich hat auch ein Pfarreirat eine gewisse Aufgabe in unserer Kirche, ganz will ich es nicht abstreiten. Er soll einen Pastoralplan entwickeln, Entscheidungen über die Verwaltung von Gebäuden und Kirchen mitgestalten. Hierfür werden aktive Gemeindemitglieder benötigt. Auch dies ist ein wichtiger Dienst, aber sicher nicht die Hauptsache unserer Mission als Glied der katholischen Kirche.

Samstag, 21. Oktober 2017

"Die Messe brauche ich nicht!"

Heute hatte ich ein zufälliges Gespräch mit einer Mitarbeiterin in einer Einrichtung kirchlicher Trägerschaft. In der Kapelle sollte gerade die Vorabendmesse beginnen.

Sie flachste mit mir, ich solle in die Messe gehen. Dabei kamen wir darüber ins Gespräch. Ich erklärte ihr, dass ich regelmäßig zur hl. Messe gehe und am morgigen Sonntag zur Kirche gehen werde.
Ich antwortete: "Der Messbesuch ist ein fester Bestandteil meines Sonntags."
Sie sagte mir: "Dazu bin ich zu faul. Das mache ich am Küchentisch ab."
Mir blieb nur noch zu sagen: "OK."

Worte helfen da nicht, nur ein Zeugnis. Letztendlich hat jeder die freie Wahl, sich für oder gegen Sakramente zu entscheiden. Dennoch fiel mir der Artikel auf katholisch.de ">Von der Orgel in den Gerichtssaal" ein, den ich gestern gelesen habe. In ihm wird über einen Organisten, der seit mehr als 20 Jahren gegen die Katholische Kirche prozessiert, weil ihm gekündigt worden war, nachdem er eine neue Partnerschaft eingegangen war. Begründet wurde dies, weil nach alter Ordnung von Mitarbeitern erwartet wurde, die Grundsätze der katholischen Glaubenlehre zu berücksichtigen.

Dazu gehört eigentlich auch der regelmäßige Besuch der Sonntagsmesse. Doch die "alte Ordnung", die sowieso nur in bestimmten Fällen durchgriff, gibt es nicht mehr. Sie wurde in der Praxis auch nie in voller Härte durchgeführt. Denn niemand kontrolliert, ob ein Mitarbeiter noch den Glauben praktiziert. Einerseits ist dies gut so, werden die meisten sagen. Andererseits sieht man die Verdunstung des Glaubens inmitten kirchlicher Einrichtungen deutlich.

Mittwoch, 20. September 2017

Auch in Korea gibt es Katholiken

Derzeit ist das geteilte asiatische Land im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Während Südkorea uns mit Smartphones, Flachbildfernsehern und Autos beglückt, bedroht Nordkorea die Welt mit einem Atomkrieg und schießt dazu testweise Raketen durch die Gegend. Die Weltgemeinschaft steht dem ratlos gegenüber und der amerikanische Präsident droht seinerseits Nordkorea mit "vollständiger Vernichtung".

Da gerät ein wenig in den Hintergrund, dass auch in Korea Christen leben. Heute gedenkt die Kirche koreanischen Märtyrern, dem hl. Andreas Kim Taegon und dem hl. Paulus Chong Hasan und Gefährten. Der hl. Andreas Kim wurde als erster Koreaner zum Priester geweiht und wurde gefangen genommen, gefoltert und enthauptet, weil er versucht hatte, Missionare ins Land zu bringen. Der hl. Paul Chong war Laienprediger und Katechet. Er wurde ebenso wie 103 weitere Märtyrer verfolgt und am Ende gehängt.

Möge ihr Märtyrerblut und ihre Fürsprache erwirken, dass der Koreakonflikt friedlich beendet wird und die Einheit des Landes wieder hergestellt wird. Vereinen wir uns mit unseren koreanischen Schwestern und Brüdern im Glauben im Gebet um Frieden.

Mehr zu den koreanischen Heiligen in >Ökumenisches Heiligenlexikon ...

Montag, 18. September 2017

Die Schwierigkeit mit Barmherzigkeit und Gerechtigkeit

Am gestrigen >Sonntag (24. Sonntag im Jahreskreis) stand das Thema "Barmherzigkeit" wieder auf der Predigtliste. Es ging um das Evangelium (Mt 18, 21-35) mit der berüchtigten Frage des Petrus an Jesus:

"Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal?"

Die Antwort des Herrn lautet bekanntermaßen: "Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal." Das soll jedes Mal heißen. Jesus stellt seine Antwort nicht unter Bedingungen, etwa, dass der Übeltäter sich vorher entschuldigt hat oder seinen Schaden beglichen hat. Unsere Barmherzigkeit gegenüber anderen soll grenzenlos sein.

Unser indischer Pfarrer predigte beim gestrigen Sonntagshochamt genau in diese Richtung und innerlich spürte ich zunehmenden Widerwillen, je länger ich mir seine Worte anhören musste. Ist es nicht ungerecht, jede Widerwärtigkeit mir gefallen lassen zu müssen? Auch von Leuten, die das gar nicht bereuen und eventuell es noch einmal machen würden? Muss ich wirklich die zweite Backe hinhalten, wenn mir jemand eine Ohrfeige gibt?

Mir ging dies genauso gegen den Strich, wie zu früheren Zeiten der Alten Messe so manchem Messbesucher die endlosen Bußpredigten mit Androhung fürchterlicher Fegefeuer- und Höllenleiden, wenn man für seine Sünden nicht Buße leistet und sie nicht ordnungsgemäß bereut und beichtet. Damals ging es um die Gerechtigkeit, die ebenso grenzenlos gilt, wie die Barmherzigkeit. Die Wahrheit von der grenzenlosen Gerechtigkeit und als Konsequenz auch die Möglichkeit der Hölle wird in der Kirche der Gegenwart ja leider so ziemlich tabuisiert, stattdessen wird immer nur von Barmherzigkeit geredet. Im >Heiligen Jahr der Barmherzigkeit wurde dies sogar ein ganzes Jahr lang getan!

Die Barmherzigkeit ist vordergründig ja auch ein viel schöneres Thema, vor allem wenn sie einem selbst gilt. Es ist angenehmer, Barmherzigkeit zu bekommen als selber Barmherzigkeit zu spenden. Wenn man es allerdings genauer betrachtet, ist Barmherzigkeit mit Gerechtigkeit untrennbar verbunden, wie auch aus dem nachfolgenden Gleichnis des Königs, der seinem Knecht die Schuld erläßt, hervorgeht. Der König erwartet von seinem Knecht Barmherzigkeit, weil dieser selbst Sünder ist und nur aufgrund von Vergebung leben kann.

Um vergeben zu können, muss ich mir meiner eigenen Schuld bewusst sein, die mir vergeben wurde. So kann ich aus meinem Egoismus heraustreten und aus Liebe und Dankbarkeit zu Gott jemand Vergebung schenken, der es genauso wenig wie ich verdient hat. Dieser schwierige Kampf um christliche Demut dauert wohl das ganze christliche Glaubensleben lang. Ohne diesen Kampf wird man weder in der Barmherzigkeit noch der Gerechtigkeit Fortschritte machen.

Wenn man das Evangelium des gestrigen Sonntags noch einmal liest, dort werden im Gleichnis die Konsequenzen unbarmherzigen (und letzten Endes auch ungerechten) Verhaltens keineswegs tabuisiert. Der Herr droht mit Folter, bis die ganzen Schulden bezahlt sind.

Sonntag, 6. August 2017

Gebetspatenschaft für einen Firmling


Im Herbst wird unser Regionalbischof,  >Weihbischof Wilfried Theising,  jungen Leuten aus unserer Pfarrgemeinde das Sakrament der Firmung spenden. Alle Gläubigen unserer Pfarrgemeinde wurden jetzt aufgerufen, für einen oder mehrere Firmlinge eine Gebetspartenschaft zu übernehmen. vor dem Sonntagshochamt wurden uns orangene Zettel mit einem Gebet für den jeweiligen Jungen oder das Mädchen überreicht. Auch ich habe für ein Firmkind eine Gebetspatenschaft übernommen. Mein orangener Gebetszettel hat schon seinen festen Platz in meiner Gebetsecke (siehe Bild).

Das Gebet lautet:
Gott, Heiliger Geist,
du stärkst uns auf unserem Lebens- und Glaubensweg.
Voll Vertrauen bitte ich dich jetzt für
(Name des Firmlings)
Begleite sie/ihn und alle Firmlinge auf den Weg
zur Firmung. Lass sie/ihn Menschen finden,
die Zeugen unseres Glaubens sind.
Heiliger Geist, ich bitte dich für
(Name des Firmlings)
sei ihm/ihr in der Zeit der Vorbereitung nahe
und lass sie/ihn voll Freude das Sakrament
der Firmung empfangen. Amen

Ich finde, das ist eine tolle Aktion unserer Pfarrgemeinde.

Donnerstag, 3. August 2017

Gespräch am Gartenzaun über "Gott und die Welt"

Ich treffe gerade in der entfernteren Nachbarschaft einen Mann, der in seinen Garten arbeitet und wir kommen am Gartenzaun ins Gespräch.

Sagt der Mann: "Ob das mit der Klimaerwärmung so stimmt, weiß man auch nicht."
Ich frage: "Glaubst du denn nicht an die Klimaveränderung?"
Er: "Doch, aber die ist nicht menschengemacht. An den Autos kann es jedenfalls nicht liegen, das sind zu wenige. Wenn, dann liegt es an den vielen Schornsteinen."
Ich werfe ein: "Ach so. Aber die Mehrheit der Wissenschaftler ist doch der Meinung, dass es tatlächlich eine durch den Menschen verursachte Klimaerwärmung gibt."
Er erwidert: "Ja, aber Trump sagt was anderes. Und ich glaube, dass man uns nicht die Wahrheit erzählt."
"So?" frage ich. "Ja," meint er. "Es hat immer schon Klimaveränderungen gegeben, das ist völlig normal."

Und dann schwenkt er auf den Glauben um: "Auch das, was die Kirche uns immer so erzählt hat, weiß man auch nicht, ob das so stimmt.  Da war der Moses mit den zehn Geboten, aber vor ihm waren auch schon Propheten, die hatten noch viel mehr davon. Und der Moses hat sie auf zehn verkürzt, das kann man sich leichter merken."
Ich frage ihn: "Kannst du mir den alle Gebote aufzählen?"
"Nö, alle bekomme ich nicht hin," antwortet er, "aber da war dann der Jesus, der hat alle auf ein Gebot verkürzt, das Gebot der Nächstenliebe. Der kam damit aber gar nicht gut an, deshalb hat man ihn ans Kreuz geschlagen. Ob der Jesus wirklich keine Frau hatte, weiss man auch nicht so genau ...."

Ich werde immer ruhiger, will keinen Streit entfachen Es hat wenig Sinn, den Mann über den Glauben aufzuklären. Er war mal Lehrer, er ist jetzt in Rente. Und er war mal römisch-katholisch. Obwohl: Ausgetreten ist er aus der Kirche nie.

Sonntag, 30. Juli 2017

Die Sache mit christlichen "Partnerbörsen"

Update (5. August):
Der Betreiber der Partnerbörsen, aus dessem Verlag ich um nachfolgenden Beitrag über meine Meinung zu christlichen Partnerbörsen gebeten wurde, setzt mich nun mit mehreren E-Mails unter Druck und wirft mir vor, ich hätte negativ über seine Partnerbörsen geschrieben, obwohl ich weder den Namen seines Verlags noch seiner Partnervermittlungen erwähnt habe.
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Heute bekam ich eine freundliche Email aus einem Verlag, der zwei christliche Partnerbörsen im Internet betreibt. Die Frau, die mir die Email schickte,  regte an, mal das Thema "christliche Partnersuche" zu behandeln. Ähnliche Anfragen bekommt man öfters als Blogger, oft von christlichen Buchverlagen, die ihre Bücher einem Publikum bekannt machen möchten, die Leser christlicher Blogs sind.

Eigentlich ist Partnersuche für mich kein Thema. Aber da ich vor einigen Tagen gerade zum Thema Partnerbörsen im Internet einen kritischen Bericht im Fernsehen gesehen habe, fand ich es auch wiederum interessant. In der TV-Sendung wurde berichtet, dass die "Erfolgsquote" (welch grausames Wort!) dieser Börsen oft weit geringer seien, als die meisten Leute vermuten. Auch würde bei nicht wenigen Partnerbörsen getrickst. So gäbe es Mitarbeiter, die in Chats Interesse einer partnerwilligen Person vorgaukelten, um die Leute im Abonnement zu halten. Die meisten Partnerbörsen seien riesige Geldmaschinen, die aus den Hoffnungen verzweifelter Menschen möglichst hohes Kapital zu schlagen versuchten.

Auch in meinem persönlichen Umfeld habe ich gehört, dass es für einen Bekannten bei Partnerbörsen im Internet enttäuschend verlaufen war. Zum Glück fand sich dann auf einer ganz unvermuteten Weise doch noch die richtige Partnerin und die beiden sind ein glückliches Ehepaar mit mehreren Kindern. Jemand anderes hatte sich vergeblich  an eine klassische "christliche Ehevermittlung" gewandt, musste viel Geld bezahlen, und lebt heute alleine.

Jeder Mensch weiß, dass nicht alles, was sich christlich, evangelisch oder katholisch nennt, auch hält, was auf dem Etikett steht. Daher ist in jedem Falle Vorsicht und gesunder Menschenverstand angebracht. Das gilt sowohl für Partnerschaften als auch Menschen, die man kennenlernt. Auch weiß jeder, dass weder die Ehe noch die Ehelosigkeit Garantie für ein glückliches Leben sind. Gleich in welcher Lebenssituation man lebt, jeder Christ muss sein Kreuz auf sich nehmen und es aus Liebe zum Herrn auch annehmen und tragen.

Wichtig für jeden Christen ist es zu prüfen, ob er / sie zu einer Ehe wirklich berufen ist oder nicht. Dies muss man im Gebet, vielleicht mit Hilfe lieber, vertrauensvoller Menschen, erst einmal klären. Wenn für ihn oder sie klar ist, dass die Ehe der richtige Weg ist, dann sollte man natürlich jede Möglichkeit suchen, den geeigneten Partner zu finden.
O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass es ihm wieder vergolten werde? Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Ehre in Ewigkeit! Amen. (Römer 11, 33-36)
Wenn man es möchte, kann man natürlich auch eine geeignete Partnerbörse dafür nutzen. Es gibt eine Vielzahl an Partnerbörsen, die ihr Angebot an Christen wenden. Einige versuchen sogar sehr aggressiv, Kunden zu binden. Eine Zeitlang ver-folgte mich eine solche Partnerbörse auf Twitter gleich mit fünf unterschiedlichen Twitterkonten, die ich dann solange blockte, bis die mich in Ruhe ließen. Seriös erscheint mir dies nicht zu sein.

Skeptisch macht es mich auch, wenn eine Partnerbörse "Erfolg" verspricht, es unklar ist, ob sie nur eine Kontaktbörse sein will oder mehr. Man sollte sich schon überlegen, ob man einer Partnerbörse im Internet seine privaten Wünsche und Daten anvertrauen möchte, oder ob der Herrgott nicht einen anderen Weg finden lässt, seiner Berufung gerecht zu werden.

Ich kann nicht beurteilen, welche christliche Partnervermittlungen empfehlenswert sind, daher verzichte ich auf Hinweise dazu.